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werpern nunmehr einfiel, auf einem andern Wege ihre Ret⸗ tung zu ſuchen. ¹)
Abgeſchreckt durch ſo viele mißlungene Verſuche, die Schiff⸗ fahrt auf dem Strome mit Gewalt wieder frei zu machen, dachte man endlich darauf, den Strom ganz und gar zu ent⸗ behren. Man erinnerte ſich an das Beiſpiel der Stadt Leyden, welche zehn Jahre vorher von den Spaniern belagert, in einer zur rechten Zeit bewirkten Ueberſchwemmung der Felder ihre Rettung gefunden hatte, und dieſes Beiſpiel beſchloß man nach⸗ zuahmen. Zwiſchen Lillo und Stabroek, im Lande Bergen, ſtreckt ſich eine große etwas abhaͤngige Ebene bis nach Ant⸗ werpen hin, welche nur durch zahlreiche Daͤmme und Gegen⸗ daͤmme gegen die eindringenden Waſſer der Oſterſchelde geſchuͤtzt wird. Es koſtete weiter nichts, als dieſe Daͤmme zu ſchleifen, ſo war die ganze Ebene Meer, und konnte mit flachen Schiffen bis faſt unter die Mauern von Antwerpen befahren werden.
Gluͤckte dieſer Verſuch, ſo mochte der Herzog von Parma
immerhin die Schelde vermittelſt ſeiner Schiffbruͤcke huͤten; man hatte ſich einen neuen Strom aus dem Stegreif geſchaffen, der im Nothfall die naͤmlichen Dienſte leiſtete. Eben dieß war es auch, was der Prinz von Oranien gleich beim Anfange der Belagerung angerathen und St. Aldegonde ernſtlich zu be⸗ foͤrdern geſucht hatte, aber ohne Erfolg, weil einige Buͤrger nicht zu bewegen geweſen waren, ihr Feld aufzuopfern. Zu dieſem letzten Rettungsmittel kam man in der jetzigen Be⸗ draͤngniß zuruͤck, aber die Umſtaͤnde hatten ſich unterdeſſen gar ſehr geaͤndert. b 3
Jene Ebene naͤmlich durchſchneidet ein breiter und hoher Damm, der von dem anliegenden Schloſſe Cowenſtein den
¹) Meteren 497.
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