Teil eines Werkes 
8. Band (1838)
Entstehung
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waren. Welch ein Moment fuͤr die Feinde, wenn ſie es ver⸗ ſtanden haͤtten, ihn zu benutzen! ¹)

Kaum wird man es dem Geſchichtſchreiber glauben, daß dieſer uͤber alle Erwartung gelungene Erfolg bloß darum fuͤr Antwerpen verloren ging, weil man nichts davon mußte. Zwar ſchickte St. Aldegonde, ſobald man den Knall des Pulcans in der Stadt vernommen hatte, mehrere Galeeren gegen die Bruͤcke aus, mit dem Befehle, Feuerkugeln und bren⸗ nende Pfeile ſteigen zu laſſen, ſobald ſie gluͤcklich hindurchpaſſirt ſeyn wuͤrden, und dann mit dieſer Nachricht geradenwegs nach Lillo weiter zu ſegeln, um die ſeelaͤndiſche Huͤlfsflotte unver⸗ zuͤglich in Bewegung zu bringen. Zugleich wurde der Admiral von Antwerpen beordert, auf jenes gegebene Zeichen ſogleich mit den Schiffen aufzubrechen und in der erſten Verwirrung den Feind anzugreifen. Aber obgleich den auf Kundſchaft aus⸗ geſandten Schiffern eine anſehnliche Belohnung verſprochen wor⸗ den, ſo wagten ſie ſich doch nicht in die Naͤhe des Feindes, ſondern kehrten unverrichteter Sachen zuruͤck, mit der Botſchaft, daß die Schiffbruͤcke unverſehrt und das Feuerſchiff ohne Wirkung geblieben ſey. Auch noch am folgenden Tage wurden keine beſſeren Anſtalten gemacht, den wahren Zuſtand der Bruͤcke in Erfahrung zu bringen; und da man die Flotte bei Lillo, des guͤnſtigen Windes ungeachtet, gar keine Bewegung machen ſah, ſo beſtaͤrkte man ſich in der Vermuthung, daß die Brander nichts ausgerichtet haͤtten. Niemand fiel es ein, daß eben dieſe Unthaͤtigkeit der Bundesgenoſſen, welche die Antwerper irre fuͤhrte, auch die Seelaͤnder bei Lillo zuruͤckhalten koͤnnte, wie es ſich auch in der That verhielt. Einer ſo ungeheuern Incon⸗

¹) Strad. 577 sq. Meteren 497. Thuan. III. 47. Allgem, Seſch.

d. v. N. III. 497.