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Eine Zeitlang glaubte man ihn auch wirklich todt, weil ſich Viele erinnerten, ihn wenige Minuten vor dem toͤdtlichen Schlage noch auf der Bruͤcke geſehen zu haben. Endlich fand man ihn, die Hand an dem Degen, zwiſchen ſeinen Begleitern, Cajetan und Guaſto, ſich aufrichtend; eine Zeitung, die dem ganzen Heere das Leben wieder gab. Aber umſonſt wuͤrde man ver⸗ ſuchen, ſeinen Gemuͤthszuſtand zu beſchreiben, als er nun die Ver⸗ wuͤſtung uͤberſah, die ein einziger Augenblick in dem Werke ſo vwieler Monate angerichtet hatte. Zerriſſen war die Bruͤcke, auf der ſeine ganze Hoffnung beruhte, aufgerieben ein großer Theil ſeines Heeres, ein anderer verſtuͤmmelt und fuͤr viele Tage unbrauchbar gemacht; mehrere ſeiner beſten Officiere getoͤdtet; und als ob es an dieſem oͤffentlichen Ungluͤck noch nicht genug waͤre, ſo mußte er noch die ſchmerzliche Nachricht hoͤren, daß der Markgraf von Rysburg, den er unter allen ſeinen Officieren vorzuͤglich werth hielt, nirgends aufzufinden ſey. Und doch ſtand das Allerſchlimmſte noch bevor, denn jeden Augenblick mußte man von Antwerpen und Lillo aus die feindlichen Flotten erwarten, welche bei dieſer ſchrecklichen Verfaſſung des Heeres durchaus keinen Widerſtand wuͤrden geſunden haben. Die Bruͤcke war auseinander geſprengt, und nichts hinderte die ſee⸗ laͤndiſchen Schiffe, mit vollen Segeln hindurchzuziehen; dabei war die Verwirrung der Truppen in dieſen erſten Augenblicken ſo groß und allgemein, daß es unmoͤglich geweſen waͤre, Befehle auszutheilen und zu befolgen, da viele Corps ihre Befehlshaber, viele Befehlshaber ihre Corps vermißten, und ſelbſt der Poſten, wo man geſtanden, in dem allgemeinen Ruin kaum mehr zu erkennen war. Dazu kam, daß alle Schanzen am Ufer im Waſſer ſtanden, daß mehrere Kanonen verſenkt, daß die Lunten feucht, daß die Pulvervorraͤthe vom Waſſer zu Grunde gerichtet


