Teil eines Werkes 
8. Band (1838)
Entstehung
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cans, Andere durch das kochende Gewaͤſſer des Stroms ver⸗ brannt, noch Andere erſtickte der giftige Schwefeldampf; jene wurden in den Fluthen, dieſe unter dem Hagel der geſchleuder⸗ ten Steine begraben, Viele von den Meſſern und Haken zer⸗ fleiſcht, oder von den Kugeln zermalmt, welche aus dem Bauche der Maſchine ſprangen. Einige, die man ohne alle ſichtbare Verletzung entſeelt fand, mußte ſchon die bloße Lufterſchuͤtte⸗ rung getoͤdtet haben. Der Anblick, der ſich unmittelbar nach Entzuͤndung der Mine darbot, war fuͤrchterlich. Einige ſtacken zwiſchen dem Pfahlwerk der Bruͤcke, Andere arbeiteten ſich un⸗ ter Steinmaſſen hervor, noch Andere waren in den Schiffſeilen haͤngen geblieben; von allen Orten und Enden her erhub ſich ein herzzerſchneidendes Geſchrei nach Huͤlfe, welches aber, weil Jeder genug mit ſich ſelbſt zu thun hatte, nur durch ein ohn⸗ maͤchtiges Wimmern beantwortet wurde.

Von den Ueberlebenden ſahen ſich viele durch ein wunder⸗ aͤhnliches Schickſal gerettet. Einen Officier, mit Namen Tucci, hob der Windwirbel wie eine Feder in die Luft, hielt ihn eine Zeitlang ſchwebend in der Hoͤhe, und ließ ihn dann gemach in den Strom herabſinken, wo er ſich durch Schwimmen rettete. Einen Andern ergriff die Gewalt des Schuſſes auf dem flandri⸗ ſchen Ufer und ſetzte ihn auf dem brabantiſchen ab, wo er mit einer leichten Querſchung an der Schulter wieder aufſtand, und es war ihm, wie er nachher ausſagte, auf dieſer ſchnellen Luft⸗ reiſe nicht anders zu Muthe, als ob er aus einer Kanone ge⸗ ſchoſſen wuͤrde. Der Herzog von Parma ſelbſt war dem Tode nie ſo nahe geweſen, als in dieſem Augenblicke denn nur der Unterſchied einer halben Minute entſchied uͤber ſein Leben. Kaum hatte er den Fuß in das Fort St. Maria geſetzt, ſo hob es ihn auf, wie ein Sturmwind, und ein Balken, der ihn am Haupte und an der Schulter traf, riß ihn ſinnlos zur Erde⸗.