Teil eines Werkes 
8. Band (1838)
Entstehung
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hatten zerhauen wollen. Man war daher auf einen ernſtlichen Angriff gefaßt; nur irrte man ſich in der eigentlichen Beſchaffen⸗ heit desſelben, und rechnete mehr darauf, mit Menſchen als mit Elementen zu kaͤmpfen. Der Herzog ließ zu dieſem Ende die Wachen laͤngs dem ganzen ufer verdoppeln, und zog den beſten Theil ſeiner Truppen in die Naͤhe der Bruͤcke, wo er ſelbſt gegenwaͤrtig war; um ſo naͤher der Gefahr, je ſorgfaͤltiger er der⸗ ſelben zu entfliehen ſuchte. Kaum war es dunkel geworden, ſo ſah man von der Stadt her drei brennende Fahrzeuge daherſchwim⸗ men, dann noch drei andere, und gleich darauf eben ſo viele. Man ruft durch das ſpaniſche Lager ins Gewehr, und die ganze Laͤnge der Bruͤcke fuͤllt ſich mit Bewaffneten an. Indeſſen vermehrten ſich die Feuerſchiffe und zogen, theils paarweiſe, theils zu dreien, in einer gewiſſen Ordnung den Strom herab, weil ſie am An⸗ fange noch durch Schiffer gelenkt wurden. Der Admiral der antwerpiſchen Flotte, Jacob Jacobſohn, hatte es, man wußte nicht, ob aus Nachlaͤſſigkeit oder Vorſatz, darin verſehen, daß er die vier Schiffhaufen allzugeſchwind hintereinan er ab⸗ laufen und ihnen auch die zwei großen Minenſchiffe viel zu ſchnell folgen ließ, wodurch die ganze Ordnung geſtoͤrt wurde.

Unterbeſſen ruͤckte der Zug immer naͤher, und die Dunkel⸗ heit der Nacht erhoͤhte noch den außerordentlichen Anblick. So weit das Auge dem Strome folgen konnte, war Alles Feuer, und die Brander warfen ſo ſtarke Flammen aus, als ob ſie ſelbſt in Feuer aufgingen. Weit hin leuchtete die Waſſerflaͤche; die Daͤmme und Baſteien laͤngs dem Ufer, die Fahnen, Waffen und Ruͤſtungen der Soldaten, welche ſowohl hier als auf der Bruͤcke in Parade ſtanden, glaͤnzten im Widerſcheine. Mit einem gemiſchten Gefuͤhle von Grauen und Vergnuͤgen betrach⸗ tete der Soldat das ſeltſame Schauſpiel, das eher einer Féte als einem feindlichen Appara te glich, aber gerade wegen dieſes