Teil eines Werkes 
8. Band (1838)
Entstehung
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fluſſe war noch ein Uhrwerk darin angebracht, welches nach Ablauf der beftimmten Zeit Funken ſchlagen, und, wenn auch die Lunten verungluͤckten, das Schiff in Brand ſtecken konnte. Um dem Feinde die Meinung beizubringen, als ob es mit die⸗ ſen Maſchinen bloß darauf abgeſehen ſey, die Bruͤcke anzuzuͤn⸗ den, wurde auf dem Gipfel derſelben ein Feuerwerk von Schwefel und Pech unterhalten, welches eine ganze Stunde lang fortbren⸗ nen konnte. Ja, um die Aufmerkſamkeit desſelben noch mehr von dem eigentlichen Sitze der Gefahr abzulenken, ruͤſtete er noch zweiunddreißig Schuyten(kleine platte Fahrzeuge) aus, auf denen bloß Feuerwerke brannten, und welche keine andere Beſtimmung hatten, als dem Feinde ein Gaukelwerk vorzumachen. Dieſe Brander ſollten in vier verſchiedenen Transporten, von einer halben Stunde zur andern, nach der Bruͤcke hinunterlaufen, und die Feinde zwei ganzer Stunden lang unaufhoͤrlich in Athem erhalten, ſo daß ſie endlich vom Schießen erſchoͤpft und durch vergebliches Warten ermuͤdet, in ihrer Aufmerkſamkeit nachließen, wenn die rechten Vulcane kaͤmen. Voran ließ er zum Ueberfluſſe noch einige Schiffe laufen, in welchen Pulver verborgen war, um das fließende Werk vor der Bruͤcke zu ſpren⸗ gen, und den Hauptſchiffen Bahn zu machen. Zugleich hoffte er durch dieſes Vorpoſtengefecht den Feinden zu thun zu geben, ſie heranzulocken und der ganzen toͤdtlichen Wirkung des Vulcans auszuſetzen. ¹)

Die Nacht zwiſchen dem aten und 5ten April war zur Aus⸗ fuͤhrung dieſes großen Unternehmens beſtimmt. Ein dunkles Geruͤcht davon hatte ſich auch ſchon in dem ſpaniſchen Lager verbreitet, beſonders da man von Antwerpen aus mehrere Taucher entdeckt hatte, welche die Ankertaue an den Schiffen

¹) Thuan. III. 46. Strad. 574. 575. Meteren 596.