Teil eines Werkes 
8. Band (1838)
Entstehung
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entſcheidenden Streich auszufuͤhren. Man kam uͤberein, daß, waͤhrend man von Antwerpen aus, durch ſchon bereitgehaltene Maſchinen, die Schiffbruͤcke ſprengte, die ſeelaͤndiſche Flotte mit einem hinlaͤnglichen Vorrathe von Proviant in der Naͤhe ſeyn ſollte, um ſogleich durch die gemachte Oeffnung hindurch nach der Stadt zu ſegeln.)

Denn ehe noch der Herzog von Parma mit ſeiner Bruͤcke zu Stande war, arbeitete ſchon in den Mauern Antwerpens ein Ingenieur an ihrer Zerſtoͤrung. Friedrich Gianibelli hieß dieſer Mann, den das Schickſal beſtimmt hatte, der Archimed dieſer Stadt zu werden, und eine gleiche Geſchick⸗ lichkeit mit gleich verlornem Erfolge zu deren Vertheidigung zu verſchwenden. Er war aus Mantua gebuͤrtig, und hatte ſich ehedem in Madrid gezeigt, um, wie Einige wollen, dem Koͤnige Philipp ſeine Dienſte in dem niederlaͤndiſchen Kriege anzubieten. Aber vom langen Warten ermuͤdet, verließ der beleidigte Kuͤnſtler den Hof, des Vorſatzes, den Monarchen Spaniens auf eine empfindliche Art mit einem Verdienſte be⸗ kannt zu machen, das er ſo wenig zu ſchaͤtzen gewußt hatte. Er ſuchte die Dienſte der Koͤnigin Eliſabeth von England, der erklaͤrten Feindin von Spanien, welche ihn, nachdem ſie einige Proben von ſeiner Kunſt geſehen, nach Antwerpen ſchickte. In dieſer Stadt ließ er ſich wohnhaft nieder, und widmete der⸗ ſelben in der gegenwaͤrtigen Extremitaͤt ſeine ganze Wiſſenſchaft und den feurigſten Eifer. 2)

Sobald dieſer Kuͤnſtler in Erfahrung gebracht hatte, daß es mit der Bruͤcke ernſtlich gemeint ſey, und das Werk der Voll⸗ endung ſich nahe, ſo bat er ſich von dem Magiſtrate drei große

¹) Strad 575. 574. Meteren 195. ²) Meteren 495. Strada 574.