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Anſtalten, wenn die erſte Haͤlfte jenes Geluͤbdes nicht in Er⸗ fuͤllung ging. Laͤngſt ſchon hatte der Herzog mit Unruhe den Bewegungen zugeſehen, welche zum Entſatze der Stadt in See⸗ land gemacht wurden. Es war ihm nicht verborgen, daß er den gefaͤhrlichſten Schlag von dort her zu fuͤrchten habe, und daß gegen die vereinigte Macht der ſeelaͤndiſchen und antwer⸗ piſchen Flotten, wenn ſie zu gleicher Zeit und im rechten Mo⸗ ment auf ihn losdringen ſollten, mit allen ſeinen Werken nicht viel wuͤrde auszurichten ſeyn. Eine Zeit lang hatten ihm die Zoͤgerungen des ſeelaͤndiſchen Admirals, die er auf alle Art zu unterhalten bemuͤht war, Sicherheit verſchafft; jetzt aber be⸗ ſchleunigte die dringende Noth auf einmal die Ruͤſtung, und ohne laͤnger auf den Admiral zu warten, ſchickten die Staaten zu Middelburg den Grafen Juſtin von Naſſau mit ſo viel Schiffen, als ſie aufbringen konnten, den Belagerten zu Huͤlfe. Dieſe Flotte legte ſich vor das Fort Liefkenshoek, welches der Feind im Beſitz hatte, und beſchoß dasſelbe, von einigen Schiffen aus dem gegenuͤberliegenden Fort Lillo unterſtutzt, mit ſo gluͤck⸗ lichem Erfolge, daß die Waͤlle in kurzem zu Grunde gerichtet und mit ſtuͤrmender Hand erſtitegen wurden. Die darin zur Beſatzung liegenden Wallonen zeigten die Feſtigkeit nicht, welche man von Soldaten des Herzogs von Parma erwartete; ſie uͤberließen dem Feinde ſchimpflich die Feſtung, der ſich in kur⸗ zem der ganzen Inſel Doel mit allen darauf liegenden Schan⸗ zen bemeiſterte. Der Verluſt dieſer Plaͤtze, die jedoch bald wieder gewonnen waren, ging dem Herzoge von Parma ſe nahe, daß er die Befeylsyaver vor das Kriegsgericht zog, und den ſchuldigſten darunter enrhaupten lien. Indeſſen eroͤffnete dieſe wichtige Eroberung den Seelandern einen freien Paß bis zur Bruͤcke, und nunmehr war der Zeirpunkt vorhanden, nach genommener Abrede mit den Anrwerpern gegen jenes Werk einen


