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fort, als ihm von der Sehne gegeben war. Im Schooße des gluͤcklichen Brabants wird die Freiheit geboren, die, noch ein neugebornes Kind, ihrer Mutter entriſſen, das verachtete Holland begluͤcken ſoll. Aber das Unternehmen ſelbſt darf uns darum nicht kleiner erſcheinen, weil es anders ausſchlug, als es gedacht worden war. Der Menſch verarbeitet, glaͤttet und bildet den rohen Stein, den die Zeiten herbeitragen; ihm gehoͤrt der Augenblick und der Punkt, aber die Weltgeſchichte rollt der Zufall. Wenn die Leidenſchaften, welche ſich bei dieſer Be⸗ gebenheit geſchaͤftig erzeigten, des Werks nur nicht unwuͤrdig waren, dem ſie unbewußt dienten,— wenn die Kraͤfte, die ſie ausfuͤhren halfen, und die einzelnen Handlungen, aus deren Verkettung ſie wunderbar erwuchs, nur an ſich edle Kraͤfte, ſchoͤne und große Handlungen waren, ſo iſt die Begebenheit groß, intereſſant und fruchtbar fuͤr uns, und es ſteht uns frei, uͤber die kuͤhne Geburt des Zufalls zu erſtaunen, oder einem hoͤhern Verſtande unſere Bewunderung zuzutragen.
Die Geſchichte der Welt iſt ſich ſelbſt gleich, wie die Geſetze der Natur, und einfach wie die Seele des Menſchen. Dieſelben Bedingungen bringen dieſelben Erſcheinungen zuruͤck. Auf eben dieſem Boden, wo jetzt die Niederlaͤnder ihrem ſpaniſchen Tyrannen die Spitze bieten, haben vor fuͤnfzehnhundert Jahren ihre Stammvaͤter, die Batavier und Belgen, mit ihrem roͤmiſchen gerungen. Eben ſo, wie jene, einem hochmuͤthigen Beherrſcher unwillig unterthan, eben ſo von habſuͤchtigen Sa⸗ trapen mißhandelt, werfen ſie mit aͤhnlichem Trotze ihre Ketten ab, und verſuchen das Gluͤck in eben ſo ungleichem Kampfe. Derſelbe Erobererſtolz, derſelbe Schwung der Nation in dem Spanier des ſechzehnten Jahrhunderts und in dem Noͤmer des erſten, dieſelbe Tapferkeit und Mannszucht in Beider Heeren, dasſelbe Schrecken vor ihrem Schlachtenzuge. Dort, wie hier,


