Teil eines Werkes 
8. Band (1838)
Entstehung
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ſehen wir Liſt gegen Uebermacht ſtreiten, und Standhaftigkeit, unterſtuͤtzt durch Eintracht, eine ungeheure Macht ermuͤden, die ſich durch Theilung entkraͤftet hat. Dort, wie hier, waffnet Privathaß die Nation; ein einziger Menſch, fuͤr ſeine Zeit ge⸗ boren, deckt ihr das gefaͤhrliche Geheimniß ihrer Kraͤfte auf, und bringt ihren ſtummen Gram zu einer blutigen Erklaͤrung. Geſtehet, Batavier! redet Claudius Civyilis ſeine Mit⸗ buͤrger in dem heiligen Haine an,wird uns von dieſen Roͤ⸗ mern noch wie ſonſt, als Bundesgenoſſen und Freunden, oder nicht vielmehr als dienſtbaren Knechten begegnet? Ihren Beamten und Statthaltern ſind wir ausgeliefert, die, wenn unſer Raub, unſer Blut ſie geſaͤttigt hat, von andern abgeloͤst werden, welche dieſelbe Gewaltthaͤtigkeit, nur unter andern Namen, erneuern. Geſchieht es ja endlich einmal, daß uns Rom einen Oberaufſeher ſendet, ſo druͤckt er uns mit einem prahleriſchen theuren Gefolge, und noch unertraͤglicherm Stolze. Die Werbungen ſind wieder nahe, welche Kinder von Eltern, Bruͤder von Bruͤdern auf ewig reißen, und eure kraftvolle Jugend der roͤmiſchen Unzucht uͤberliefern. Jetzt, Batavier, iſt der Augenblick unſer. Nie lag Rom darnieder wie jetzt. Laſſet euch dieſe Namen von Legionen nicht in Schrecken jagen; ihre Lager enthalten nichts als alte Maͤnner und Beute. Wir haben Fußvolk und Reiterei, Germanien iſt unſer, und Gallien luͤſtern, ſein Joch abzuwerfen. Mag ihnen Syrien dienen, und Aſten und der Aufgang, der Koͤnige braucht! Es ſind noch unter uns, die geboren wurden, ehe man den Noͤmern Scha⸗ tzung erlegte. Die Goͤtter halten es mit dem Tapferſten. Feierliche Sacramente weihen dieſe Verſchwoͤrung, wie den Geuſenbund; wie dieſer, huͤllt ſie ſich hinterliſtig in den Schleier der Unterwuͤrfigkeit, in die Majeſtaͤt eines großen Namens. Die Cohorten des Civilis ſchwoͤren am Rheine dem Veſpaſian