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und Sicherheit und Rache an ihren Unterdruͤckern gewiß war. Wenn wir den Zuſammenfluß aller Voͤlker in dem heutigen Holland betrachten, die beim Eintritt in ſein Gebiet ihre Men⸗ ſchenrechte zuruͤck empfangen, was muß es damals geweſen ſeyn, wo noch das ganze uͤbrige Europa unter einem traurigen Gei⸗ ſtesdruck ſeufzte, wo Amſterdam beinahe der einzige Freihafen aller Meinungen war? Viele hundert Familien retteten ihren Reichthum in ein Land, das der Ocean und die Eintracht gleich maͤchtig beſchirmten. Die republicaniſche Armee war vollzaͤhlig, ohne daß man noͤthig gehabt haͤtte, den Pflug zu entbloͤßen. Mitten unter dem Waffengeraͤuſch bluͤhten Gewerbe und Han⸗ del, und der ruhige Buͤrger genoß im voraus alle Fruͤchte der Freiheit, die mit fremdem Blute erſt erſtritten wurden. Zu eben der Zeit, wo die Republik Holland noch um ihr Daſeyn kaͤmpfte, ruͤckte ſie die Graͤnzen ihres Gebiets uͤber das Welt⸗ meer hinaus, und baute ſtill an ihren oſtindiſchen Thronen.
Noch mehr. Spanien fuͤhrte dieſen koſtbaren Krieg mit todtem, unfruchtbarem Golde, das nie in die Hand zuruͤckkehrte, die es weggab, aber den Preis aller Bedurfniſſe erhoͤhte. Die Schatzkammer der Republik waren Arbeitſamkeit und Handel. Jenes verminderte, dieſe vervielfaͤltigte die Zeit. In eben dem Maße, wie ſich die Huͤlfsquellen der Regierung bei der langen Fortdauer des Krieges erſchoͤpften, fing die Republik eigentlich erſt an, ihre Ernte zu halten. Es war eine geſparte dankbare Ausſaat, die ſpaͤt, aber hundertfaͤltig wiedergab; der Baum, von welchem Philipp ſich Fruͤchte brach, war ein umgehauener Stamm und gruͤnte nicht wieder.
Philipps widriges Schickſal wollte, daß alle Schaͤtze, die er zum Untergange der Provinzen verſchwendete, ſie ſelbſt noch bereichern halfen. Jene ununterbrochenen Ausfluͤſſe des ſpani⸗ ſchen Goldes hatten Reichthum und Luxus durch ganz Europa


