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langwierigen Kriegs ohne Unterlaß in die Provinzen Brabant, Flandern und Hennegau riſſen, die der Waffenplatz und die Vorrathskammer dieſes koſtbaren Krieges waren, machten es natuͤrlicherweiſe mit jedem Jahre ſchwerer, die Armeen zu unter⸗ halten und zu erneuern. Die katholiſchen Niederlande hatten ſchon eine Million Buͤrger verloren, und die zertretenen Felder naͤhrten ihre Pfluͤger nicht mehr. Spanien ſelbſt konnte wenig Volk mehr entrathen. Dieſe Laͤnder, durch einen ſchnellen Wohl⸗ ſtand uͤberraſcht, der den Muͤßiggang herbeifuͤhrte, hatten ſehr an Bevoͤlkerung verloren, und konnten dieſe Menſchenverſendungen nach der neuen Welt und den Niederlanden nicht lange aushalten. Wenige unter dieſen ſahen ihr Vaterland wieder: dieſe Wenigen hatten es als Junglinge verlaſſen und kamen nun als entkraͤftete Greiſe zuruͤck. Das gemeiner gewordene Gold machte den Sol⸗ daten immer theurer; der uͤberhandnehmende Reiz der Weichlich⸗ keit ſteigerte den Preis der entgegengeſetzten Tugenden. Ganz an⸗ ders verhielt es ſich mit den Rebellen. Alle die Tauſende, welche die Grauſamkeit der koͤniglichen Statthalter aus den ſuͤdlichen Nie⸗ derlanden der Hugenottenkrieg aus Frankreich und der Gewiſſens⸗ zwang aus andern Gegenden Europens verjagten, alle gehoͤrten ihnen. Ihr Werbeplatz war die ganze chriſtliche Welt. Fuͤr ſie ar⸗ beitete der Fanatismus der Verfolger, wie der Verfolgten. Die friſche Begeiſterung einer neu verkuͤndigten Lehre, Rachſucht, Hun⸗ ger und hoffnungsloſes Elend zogen aus allen Diſtricten Europens Abenteurer unter ihre Fahnen. Alles, was fuͤr die neue Lehre gewonnen war, was von dem Deſpotismus gelitten, oder noch kuͤnftig von ihm zu fuͤrchten hatte, machte das Schickſal dieſer neuen Republik gleichſam zu ſeinem eigenen. Jede Kraͤnkung, von einem Tyrannen erlitten, gab ein Buͤrgerrecht in Holland. Man draͤngte ſich nach einem Lande, wo die Freiheit ihre er⸗ freuende Fahne aufſteckte, wo der flaͤchtigen Religion Achtung


