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entkleidet ſich großmuͤthig ſeines fuͤrſtlichen Daſeyns, ſteigt zu einer freiwilligen Armuth herunter, und iſt nichts mehr als ein Buͤrger der Welt. Die gerechte Sache wird gewagt auf das Gluͤcksſpiel der Schlachten; aber zuſammengeraffte Miethlinge und friedliches Landvolk koͤnnen dem furchtbaren Andrange einer geuͤbten Kriegsmacht nicht Stand halten. Zweimal fuͤhrte er ſeine muthloſen Heere gegen den Tyrannen, zweimal verlaſſen ſie ihn, aber nicht ſein Muth. Philipp der Zweite ſendet ſo viele Verſtaͤrkungen, als ſeines Mittlers grauſame Hab⸗ ſucht Bettler machte. Fluͤchtlinge, die das Vaterland auswarf, ſuchen ſich ein neues auf dem Meere, und auf den Schiffen ihres Feindes Saͤttigung ihrer Rache und ihres Hungers. Jetzt werden Seehelden aus Corſaren, aus Raubſchiffen zieht ſich eine Marine zuſammen, und eine Republik ſteigt aus Mo⸗ raͤſten empor. Sieben Provinzen zerriſſen zugleich ihre Bande; ein neuer jugendlicher Staat, maͤchtig durch Eintracht, ſeine Waſſerfluth und Verzweiflung. Ein feierlicher Spruch der Na⸗ tion entſetzt den Tyrannen des Thrones, der ſpaniſche Name verſchwindet aus allen Geſetzen.
Jetzt iſt eine That gethan, die keine Vergebung mehr findet; die Republik wird fuͤrchterlich, weil ſie nicht mehr zuruͤck kann; Factionen zerreißen ihren Bund; ſelbſt ihr ſchreckliches Element, das Meer, mit ihrem Unterdruͤcker verſchworen, droht ihrem zarten Anfange ein fruͤhzeitiges Grab. Sie fuͤhlt ihre Kraͤfte der uͤberlegenen Macht des Feindes erliegen, und wirft ſich bit⸗ tend vor Europens maͤchtigſte Throne, eine Souverainetaͤt wegzu⸗ ſchenken, die ſie nicht mehr beſchuͤtzen kann. Endlich und muͤh⸗ ſam— ſo veraͤchtlich begann dieſer Staat, daß ſelbſt die Hab⸗ ſucht fremder Koͤnige ſeine junge Bluͤthe verſchmaͤhte— einem Fremdlinge endlich dringt ſie ihre gefaͤhrliche Krone auf. Neue Hoffnungen erfriſchen ihren ſinkenden Muth, aber einen Ver⸗


