Teil eines Werkes 
8. Band (1838)
Entstehung
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als daß ich von ihrem ſcharfſinnigen und vollwichtigen Inhalte noch haͤtte Gebrauch machen koͤnnen.

Daß cs nicht in meiner Macht geſtanden hat, dieſe reich⸗ haltige Geſchichte ganz, wie ich es wuͤnſchte, aus ihren erſten Quellen und gleichzeitigen Documenten zu ſtudiren, ſie unab⸗ haͤngig von der Form, in welcher ſie mir von dem denkenden Theile meiner Vorgaͤnger uͤberliefert war, neu zu erſchaffen, und mich dadurch von der Gewalt frei zu machen, welche jeder geiſtvolle Schriftſteller mehr oder weniger gegen ſeine Leſer ausuͤbt, beklage ich immer mehr, je mehr ich mich von ihrem Gehalt uͤberzeuge. So aber haͤtte aus einem Werke von etlichen Jahren das Werk eines Menſchenalters werden muͤſſen. Meine Abſicht bei dieſem Verſuche iſt mehr als erreicht, wenn er einen Theil des leſenden Publicums von der Moͤglichkeit uͤberfuͤhrt, daß eine Geſchichte hiſtoriſch treu geſchrieben ſeyn kann, ohne darum eine Geduldprobe fuͤr den Leſer zu ſeyn, und wenn er einem andern das Geſtaͤndniß abgewinnt, daß die Geſchichte von einer verwandten Kunſt etwas borgen kann, ohne deßwegen nothwendig zum Roman zu werden. Weimar, in der Michaelismeſſe 1788.