367
enge in dem Hauſe, er ſtrebt ins Weite fort; dabei hat er etwas Geheimnißvolles, Unſicheres, Scheues, Gewaltſames, was ausſieht, wie Gewiſſensangſt. Beſonders ſcheint er ſich eines großen Undanks gegen Narbonne anzuklagen. Wie von der Heirath desſelben die Rede iſt, ſteigt ſeine Unruhe aufs hoͤchſte.
Seine Scene mit Thierry gleicht einem ewigen Abſchiede. Er nimmt auch Abſchied von den lebloſen Gegenſtänden, und ſo reißt er ſich los in der gewaltſamſten Stimmung.
Thierry ſchuͤttelt das Haupt, und ſcheint ſich mit Macht gegen einen aufſteigenden Verdacht zu wehren. In ſeinem Monolog ſpricht ſich's aus, wie es in alten Zeiten hier war und wie es jetzt iſt.
Saint⸗Foir mit Adelaiden. Spuren einer unſchuldigen Neigung, Dankbarkeit des Maͤdchens, Mitleiden des Juͤng⸗ lings. Sie erzaͤhlt ihre Schickſale, er die ſeinigen. Adelaide iſt einer gefaͤhrlichen Zigeunerin entſprungen, die ſie tyranniſirte und zum Boͤſen verleiten wollte. Saint⸗Foix hat ſie in einer hülfloſen Lage gefunden, und zu guten Leuten gebracht, bei denen ſie ſich noch heimlich aufhaͤlt.
Adelaide hat aus Armuth ihren einzigen Reichthum, eine Koſtbarkeit, verkaufen wollen; der Goldſchmied, dem ſie ge⸗ bracht wird, erkennt ſie fuͤr eine Arbeit, die er ſelbſt fuͤr die Frau von Narbonne gefertigt hat, gibt es an, und dieß ver⸗ anlaßt die Einziehung Adelaidens.
——/


