Teil eines Werkes 
7. Band (1838)
Entstehung
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des Forts St. Elmo anzuknüpfen, aber eigentlich, um mit einem Verräther einen Briefwechſel zu eröffnen. Der Groß⸗ meiſter will von keinem Vertrage zwiſchen den Rittern und den Ungläubigen hören, und droht, jeden kunftigen Herold töd⸗ ten zu laſſen. Dem Chriſtenſklaven, der ſein hartes Schickſal beklagt, wird freigeſtellt, in Maltha zu bleiben. Er zieht vor, in ſeine Gefangenſchaft zurückzugehen, weil er überzeugt iſt, daß Maltha ſich nicht halten könne. Ehe er abgeht, läßt er ein Wort von Verrätherei fallen. 5

Es erſcheinen zwei Abgeordnete von der Beſatzung in St. Elmo. Dieſe Beſatzung iſt nicht von dem Großmeiſter ausge⸗ wählt, ſondern ohne ſeine Zuthun durch eine geſetzliche Ord⸗ nung beſtimmt worden. Ein zwanzigjähriger Ritter, St Prieſt, der von Allen geliebt und vom Großmeiſter beſonders ausge⸗ zeichnet wird, gehört zu den Vertheidigern von St. Elmo. Er gleicht an Geſtalt und Tapferkeit einem jugendlichen Rinaldo. Er iſt eine Geißel der Türken, und, ſo ſehr man ihn zu ſchonen ſucht, bei jedem Kampfe der Erſte. Aber mitten in Tod und Gefahr bleibt er unverletzt; ſein Anblick ſcheint den Feind zu entwaffnen, oder eine Wache von Engeln ihn zu um⸗ geben. Crequi, ein anderer junger Ritter von heftiger Ge⸗ muthsart, wird durch ein leidenſchaftliches, aber edles Gefühl an ihn gefeſſelt. Die Abgeordneten ſchildern die Lage von St. Elmo, die Forlſchritte des Feindes, die Unhaltbarkeit der Fe⸗ ſtung, und bitten, der Beſatzung zu geſtatten, ſich auf einen andern Poſten zurückzuziehen. Die juͤngern Ritter, beſonders Crequi, unterſtützen dieß Geſuch mit Nachdruck; aber der Groß⸗ meiſter ſchlaͤgt es ab. Er gibt ſeine Theilnehmung an dem Schickſal der Beſatzung deutlich zu erkennen; aber mit Ernſt