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Geſchäftig war ich, deinen Haß zu reizen;
Dich konnt' ich nirgends dulden, wo ich war;
Geheim und offen wirkt' ich dir entgegen;
Nicht ruht' ich, bis uns Meere ſelbſt geſchieden.
Selbſt deinen Namen vor mir auszuſprechen,
Verbot' ich durch ein eigenes Geſetz.
Und dennoch— wenn an der Beleidigung
Sich Rache mißt, wenn Haß nur Haß erwirbt,
War nie ein Weib noch deines Mitleids werther,
Und keines minder deines Haſſes werth. Hippolyt.
Es eifert jede Mutter für ihr Kind;
Dem Sohn der Fremden kann ſie ſchwer vergeben.
Ich weiß das Alles, Königin. War doch
Der Argwohn ſtets der zweiten Ehe Frucht!
Von jeder Andern hätt' ich gleichen Haß,
Vielleicht noch mehr Mißhandlungen erfahren. Phädra.
Ach, Herr! wie ſehr nahm mich der Himmel aus
Von dieſer allgemeinen Sinnesart!
Wie ein ganz Andres iſt's, was in mir tobet! Hippolyt.
Laſſ', Königin, dich keine Sorge quälen!
Noch lebt vielleicht dein Gatte, und der Himmel
Schenkt unſern Thränen ſeine Wiederkehr.
Beſchutzt ihn doch der mächtige Neptun;
Zu ſolchem Helfer fleht man nicht vergebens. Phädra.
Herr, zweimal ſieht kein Menſch die Todesufer.
Theſeus hat ſie geſehn; drum hoffe nicht,
Daß ihn ein Gott uns wieder ſchenken werde;


