Teil eines Werkes 
7. Band (1838)
Entstehung
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Fünfter Auftritt. Hippalyt. Phädra. Oenone.

Phädra (noch in der Tiefe des Theaters). Er iſt's, Oenone— All' mein Blut tritt mir Ans Herz zuruck— Vergeſſen hab' ich Alles, Was ich ihm ſagen will, da ich ihn ſehe. Oenone. Bedenke deinen Sohn, der auf dich hofft. Phädra ortretend, zu Hippolyt). Man ſagt, o Herr, du willſt uns ſchnell verlaſſen. Ich komme, meine Thränen mit den deinen Zu miſchen; ich komme, meines Sohnes wegen Dir meine bangen Sorgen zu geſtehn. Mein Sohn hat keinen Vater mehr, und nah“ Ruckt ſchon der Tag, der ihm die Mutter raubt. Von tauſend Feinden ſeh' ich ihn bedroht. Herr, du allein kannſt ſeine Kindheit ſchützen; Doch ein geheimer Vorwurf quält mein Herz. Ich furchte, daß ich ſelbſt dein Herz verhärtet; Ich zittre, Herr, daß dein gerechter Zorn An ihm die Schuld der Mutter müchte ſtraſen. Hippolyt. Ich denke nicht ſo niedrig, Konigin. Phädra. Wenn du mich haßteſt, Herr, ich müßt' es dulden. Du ſaheſt mich entbrannt auf dein Verderben; In meinem Herzen konnteſt du nicht leſen,