Teil eines Werkes 
7. Band (1838)
Entstehung
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Athen ruft dich in ſeine Mauern wieder; Genug erlitt es von dem langen Streit; Genug hinabgetrunken hat die Erde Des edeln Blutes, das aus ihr entſprang. Mein Antheil iſt Trözene; Kreta bietet Dem Sohn der Phaͤdra reichlichen Erſatz; Dir bleibt Athen! Ich geh' jetzt, um fur dich Die noch getheilten Stimmen zu vereinen. Aricia. Erſtaunt, beſchaͤmt von Allem, was ich höre, Befurcht' ich faſt, ich furchte, daß ich traͤume. Wach' ich und iſt dieß alles Wirk ichkeit? Herr, welche Gottheit gab dir's in die Seele? Wie wahr rühmt dich der Ruf durch alle Welt! Wie weit noch uͤberfluͤgelt ihn die Wahrheit! Zu meiner Gunſt willſt du dich ſelbſt berauben? War es nicht ſchon genug, mich nicht zu haſſen? Hippolyt. Ich, Königin, dich haſſen? Was man auch Von meinem Stolz verbreitet, glaubt man denn, Daß eine Tigermutter mich geboren? Und welche Wildheit waͤr's, welch eingewurzelt Verſtockter Haß, den nicht dein Anblick zaͤhmte! Konnt' ich dem holden Zauber widerſtehn? Aricia(unterbricht ihn). Was ſagſt du, Herr? Hippolyt. Ich bin zu weit gegangen. Zu maͤchtig wird es mir— Und weil ich denn Mein langes Schweigen brach, ſo will ich enden— So magſt du ein Geheimniß denn vernehmen,