Teil eines Werkes 
7. Band (1838)
Entstehung
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Das dieſe Bruſt nicht mehr verſchließen kann. — Ja, Königin, du ſiehſt mich vor dir ſtehen, Ein warnend Beiſpiel tief gefallnen Stolzes. Ich, der der Liebe trotzig widerſtand, Der ihren Opfern grauſam Hohn geſprochen, Und wenn die Andern kämpften mit dem Sturm, Steis von dem Ufer heffte zuzuſehn, Durch eine ſtaͤrk're Macht mir ſelbſt entriſſen, Erfahr' auch ich nun das gemeine Loos. Ein Augenblick bezwang mein kuhnes Herz; Die freie ſtolze Seele, ſie empfindet. Sechs Monde trag' ich ſchon, gequaͤlt, zerriſſen Von Scham und Schmerz, den Pfeil in meinem Herzen. Umſonſt bekaͤmpf' ich dich, bekaͤmpf ich mich; Dich flieh' ich, wo du biſt, dich find' ich, wo du fehlſt; Dein Bild folgt mir ins Innerſte der Wälder; Das Licht des Tages und die ſtille Nacht Muß mir die Reize deines Bildes malen. Ach, Alles unterwirft mich dir, wie auch Das ſtolze Herz dir widerſtand— Ich ſuche Mich ſelbſt, und finde mich nicht mehr. Zur Laſt Iſt mir mein Pfeil, mein Wurfſpieß und mein Wagen; Vergeſſen ganz hab' ich die Kunſt Neptuns; Mit meinen Seufzern nur erfull' ich jetzt Der Waͤlder Suülle; meine muͤß'gen Roſſe Vergeſſen ihres Fuhrers Ruf.

(Nach einer Pauſe.)

Vielleicht

Schaͤmſt du dich deines Werks, da du mich hörſt, Und dich beleidigt meine wilde Liebe? In welcher rauhen Sprache biet' ich auch