Teil eines Werkes 
7. Band (1838)
Entstehung
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Mit Andern, dich gezwungen, ihr zu opfern? ¹ Du liebteſt, Herr? Hippolyt.

Freund, welche Rede wagſt du? Du, der mein Innres kennt, ſeitdem ich athme, Verlangſt, daß ich den edlen Stolz verläͤugne, Den dieſes freie Herz von je bekannt? Nicht an der Bruſt der Amazone nur, Die mich geboren, ſchöpft' ich dieſen Stolz. Ich ſelbſt, ſobald ich meiner mir bewußt, Beſtaͤrkte mich in dieſem edeln Triebe. Du warſt der Freund, der Führer meiner Jugend; Oft ſprachſt du mir von meines Vaters Thaten; Du weißt, wie ich dir lauſchte, wie mein Herz Bei ſeinen edlen Waffenthaten ſchlug Wenn du den kühnen Helden mir beſchriebſt, Wie er der Welt den Hereules erſetzte, Mit Ungeheuern kaͤmpfte, Räuber ſtrafte, Wie er den Sinnis, den Prokruſtes ſchlug, Dem Periphetes ſeine Keul' entrang, Den Kerkyon beſiegte, mit dem Blut Des Minotaurus Kreta's Boden färbte. Doch wenn du auf das minder Ruhmliche Zu reden kamſt, die leichten Liebesſchwure, Die oft gelobte und gebrochne Treu Wenn du die ſpart'ſche Helena mir nannteſt, Den Ihrigen entriſſen Periböa In ihrem Schmerz zu Salamin verlaſſen Und alle die Betrognen ohne Zahl, Die ſeinen Schwuͤren allzu leicht geglaubt, Bis auf den Namen ſelbſt von ihm vergeſſen