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Dich zu verbannen war ihr erſtes Werk.
Doch dieſer Haß, den ſie dir ſonſt geſchworen,
Iſt ſehr geſchwaͤcht, wenn er nicht ganz verſchwand.
Und welches Unheil kann ein Weib dir bringen,
Das ſtirbt und das entſchloſſen iſt zu ſterben?
Die Ungluckſelige wird einem Schmerz
Zum Raub, den ſie mit Eigenſinn verbirgt;
Sie iſt der Sonne mud' und ihres Lebens;
Wie kann ſie gegen dich Verderben ſpinnen?
3 5 Hippolyt.
Nicht ihr ohnmächt'ger Haß iſt's, was ich fürchte,
Ganz eine andre Feindin will ich fliehn:
Es iſt Aricia, ich will's geſtehn,
Die letzte jenes ungluckſel'gen Stamms,
Der gegen uns feindſelig ſich verſcworen. Theramen.
Auch du verfolgſt ſie, Herr? Die holde Schweſter
Der wilden Pallantiden, hat ſie je
Der Bruder ſchwarze Meuterei getheilt?
Und könnteſt du die ſchöne Unſchuld haſſen? Hippolyt.
Wenn ich ſie haßte, würd' ich ſie nicht fliehn. CTherumen.
Herr, wag' ich's, deine Fluat mir zu erklären?
Waͤrſt du vielleicht der ſtrenge Hippolyt
Nicht mehr, der ſtolze Feind der ſchönen Liebe,
Der muthige Verächter eines Jochs,
Dem Theſeus ſich ſo oft, ſo gern gebeugt?
So lang' von dir verachter, hätte Venus
Des Vaters Ehre nun an dir gerächet?
Sie hätt' in eine Reihe dich geſtellt


