Und all mein höchſtes Wuünſchen ihre Liebe.
Wer eine Gunſt bei mir erlangen will,
Wird keines andern Furſpruchs nöthig haben,
Als eines Winks aus ihrem ſchoͤnen Aug'.
Kein Nein aus meinem Munde ſoll ſie kraͤnken,
Solang die Parce meinen Faden ſpinnt;
Soweit die Welle meines Lebens rinnt,
Soll ſie mein einzig Träumen ſeyn und Denken! Altoum.
Auf denn! Man zögre länger nicht! Der Divan
Werde zum Tempel! Man erhebe den Altar!
Der Prieſter halte ſich bereit! Sie ſoll
Bei ihrem Eintritt gleich ihr Schickſal leſen
Und ſoll erfahren, daß ich wollen kann,
Was ich ihr ſchwur.
(Der hintere Vorhang wird aufgezogen; man erblickt den chineſiſchen Goͤtzen, den Altar und die Prieſter, Alles mit Kerzen beleuchtet.)
Man öoͤffne alle Pforten! 3 Das ganze Volk ſoll freien Eingang haben! Zeit iſt's, daß dieſes undankbare Kind Den tauſendfachen Kummer uns bezahle, Den es auf unſer greiſes Haupt gehäuft.
(Man hoͤrt einen lugubren Marſch mit gedaͤmpften Trommeln. Bald darauf zeigt ſich Truffaldin mit Verſchnittenen, hinter ihnen die Sklavinnen, darauf Turandot, Alle in ſchwarzen Floͤren, die Frauen in ſchwarzen Schleiern.)
Vantalon. Sie kommt! Sie kommt! Still! Welche Klagmnſik! Welch trauriges Geprang! Ein Hochzeitmarſch— Der voͤllig einem Leichenzuge gleicht!
(Der Auſzug erſolgt ganz auf dieſelbe Weiſe und mit denſelben Ceremonien wie im zweiten Akt.)


