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Zweiter Auftritt.
Vorige. Turandot. Adelma. Belima. Ihre Stlavinnen und Verſchnittenen.
Turandot
(nachdem ſie ihren Thron beſtiegen, und eine allgemeine Stille erfolgt, zu Kalaf).
Dies Traurgepraͤnge, unbekannter Prinz,
Und dieſer Schmerz, den mein Gefolge zeigt,
Ich weiß, iſt Eurem Auge ſüße Weide.
Ich ſehe den Altar geſchmückt, den Prieſter
Zu meiner Trauung ſchon bereit, ich leſe
Den Hohn in jedem Blick und möchte weinen.
Was Kunſt und tiefe Wiſſenſchaft nur immer
Vermochten, hab' ich angewandt, den Sieg
Euch zu entreißen, dieſem Augenblick,
Der meinen Ruhm vernichtet, zu entfliehen;
Doch endlich muß ich meinem Schickſal weichen. Kalnf.
O, laſe Turandot in meinem Herzen,
Wie ihre Trauer meine Freude dämpft,
Gewiß, es wuͤrde ihren Zorn entwaffnen.
War's ein Vergehn, nach ſolchem Gut zu ſtreben?
Ein Frevel waͤr's, es zaghaft aufzugeben! Altoum.
Prinz, der Herablaſſung iſt ſie nicht werth.
An ihr iſt's jetzo, ſich herabzugeben!
Kann ſie's mit edelm Anſtand nicht, mag ſie
Sich darein finden, wie ſie kann— Man ſchreite
Zum Werk! Der Inſtrumente froher Schall
Verküͤnde laut—


