Teil eines Werkes 
6. Band (1838)
Entstehung
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Des Bluts verknüpft und heilige Verträge.

Er wird uns ſchützen, ſeine Staaten öffnen,

Uns Waffen leihen, meiner Väter Reich

Zuruͤck zu nehmen, daß ich's mit Euch theile,

Wenn Ihr der Liebe Opfer nicht verſchmaht.

Verſchmaht Ihr's aber und verachtet mich,

So iſt die Tartarei noch reich genug

An Fürſtentöchtern, dieſer Turandot

An Schönheit gleich und zaͤrtlicher als ſie.

Aus ihnen wahlt Euch eine wurdige

Gemahlin aus! Ich— will mein Herz beſiegen.

Nur rettet, rettet dieſes theure Leben!

(Sie ſpricht das Folgende mit immer ſteigender Lebhaſtigkeit, indem ſie

ibn bei der Hand ergreift und mit ſich fortzureiten ſucht.)

O, kommt! Die Zeit entflieht, indem wir ſprechen.

Die Hahne krähn; ſchon regt ſich's im Palaſt;

Todbringend ſteigt der Morgen ſchon herauf.

Fort, eh' der Rettung Pforten ſich verſchließen!

4 Kalaf.

Großmüthige Adelma! einz'ge Freundin!

Wie ſchmerzt es mich, daß ich nach Berlas Euch

Nicht folgen, nicht der Freiheit ſuß Geſchenk,

Nicht Euer vaͤterliches Reich zurück

Euch geben kann— Was würde Altoum

Zu dieſer heimlichen Entweichung ſagen?

Macht' ich nicht ſchandlichen Verraihs mich ſchuldig,

Wenn ich, des Gaſtrechts heilige Gebräuche Verletzend, aus dem innerſten Serail

Die werthgehaltne Sklavin ihm entführte?

— Mein Herz iſt nicht mehr mein, Adelma. Selbſt Der Tod, den jene Stolze mir bereitet,