Wird mer willkommen ſeyn von ihrer Hand. — Flieht ohne mich, flieht, und geleiten Euch Die Göttee! Ich erwarte hier mein Schickſal. Noch troͤſtlich iſt's, für Turandot zu ſterben, Wenn ich nicht leben kann fuͤr ſie— Lebt wohl! Adelma. Sinnloſer! Ihr beharrt? Ihr ſeyd entſchloſſen? Kalaf. Zu bleiben und den Mordſtreich zu erwarten. Adelma. Ha, Undankbarer! Nicht die Liebe iſt's, Die Euch zuruͤckhält— Ihr verachtet mich! Ihr wählt den Tod, um nur nicht mir zu folgen! Verſchmähet meine Hand, verachtet mich; Nur flieht, nur rettet, rettet Euer Leben! Kalaf. Verſchwendet Eure Worte nicht vergebens! Ich bleibe und erwarte mein Geſchick. Adelma. So bleibet denn! Auch ich will Sklavin bleiben, Ohn' Euch verſchmah' ich auch der Freiheit Gluck. Laß ſehn, wer von uns Beiden, wenn es gilt, Dem Tode kuͤhner trotzt! (Von ihm wegtretend.) Wär' ich die Erſte, Die durch Beſtändigkeit ans Ziel gelangte? 2(Für ſich, mit Accent.) Kalaf, Sohn Timurs! (Verneigt ſich ſpottend.) Unbekannter Prinz! Lebt wohl!
(Geht ab.)


