Das iſt der Troſt, den dir dein Sohn verſprach! — Furchtbares Schickſal! (Er verhuͤllt ſein Geſicht, ganz ſeinem Schmerz hingegeben.) Adelma C(fuͤr ſich, mit frohem Erſtaunen). Kalaf! Timurs Sohn! Gluͤckſel'ger Fund!— Fall' es nun, wie es wolle! Entgeh' er meinen Schlingen auch, ich trage Mit dieſem Namen ſein Geſchick in Häanden. Kalaf. So bin ich mitten unter den Soldaten, Die man zum Schutz mir an die Seite gab, Verrathen! Ach, wohl ſagte mir's vorhin Der feilen Sklaven einer, daß Beſtechung Und Furcht des Machtigen das ſchwache Band Der Treue löſen— Leben, fahre hin! Vergeblich iſt's, dem grauſamen Geſtirn, Das uns verfolgt, zu widerſtehn— Du ſollſt Den Willen haben, Grauſame— dein Aug'
An meinem Blute weiden! Süßes Leben,
Fahr' hin! Nicht zu entfliehen iſt dem Schickſal. Adelma(mit Feuer).
Prinz, zum Entfliehen zeig' ich Euch die Wege:
Nicht muͤß'ge Thraͤnen bloß hab' ich für Euch.
Gewacht hab' ich indeß, geſorgt, gehandelt,
Kein Gold geſpart, die Hüter zu beſtechen.
Der Weg iſt offen. Folgt mir! Euch vom Tode,
Mich aus den Banden zu befreien, komm' ich.
Die Pferde warten, die Gefaͤhrten ſind
Bereit. Laßt uns aus dieſen Mauern fliehen,
Worauf der Fluch der Götter liegt. Der Khan
Von Berlas iſt mein Freund, iſt mir durch Bande


