Teil eines Werkes 
6. Band (1838)
Entstehung
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19.

Beim Reich beharren, wie die wuͤrdigen Altvordern es gehalten und gethan. Iſt's nicht ſo, Werner? Sag' es, wenn ich lüge!

Stauffacher. So iſt's, Das iſt des Geßlers Groll auf mich.

Gertrud.

Er iſt dir neidiſch, weil du glücklich wohnſt, Ein freier Mann auf deinem eignen Erbe, Denn er hat keins. Vom Kaiſer ſelbſt und Reich Trägſt du dies Haus zu Lehn; du darfſt es zeigen, So gut der Neichsfürſt ſeine Länder zeigt: Denn uber dir erkennſt du keinen Herrn, Als nur den Höchſten in der Chriſtenheit Er iſt ein jüngrer Sohn nur ſeines Hauſes; Nichts nennt er ſein als ſeinen Rittermantel: Drum ſieht er jedes Biedermannes Gluck Mit ſcheelen Augen gift'ger Mißgunſt an. Dir hat er längſt den Untergang geſchworen Noch ſtehſt du unverſehrt Willſt du erwarten, Bis er die böſe Luſt an dir gebußt? Der kluge Mann baut vor.

Stauffacher.

Was iſt zu thun? Gertrud ttritt naͤher).

So hoͤre meinen Rath! Du weißt, wie hier Zu Schwytz ſich alle Redlichen beklagen Ob dieſes Landvogts Geiz und Wutherei. So zweifle nicht, daß ſie dort druͤben auch In Unterwalden und im Urner Land Des Dranges mud' ſind und des harten Jochs Denn, wie der Geßler hier, ſo ſchafft es frech