Teil eines Werkes 
4. Band (1838)
Entstehung
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Vollſtreckung an das Urtheil anzuheften, Ziemt nur dem unveranderlichen Gott.

Buttler. Was ſcheltet Ihr mich? Was iſt mein Verbrechen? Ich habe eine gute That gethan: Ich hab' das Reich von einem furchtbarn Feinde Befreit und mache Anſpruch auf Belohnung. Der einz'ge Unterſchied iſt zwiſchen Eurem Und meinem Thun: Ihr habt den Pfeil geſchaͤrft, Ich hab' ihn abgedruckt. Ihr ſaͤtet Blut Und ſteht beſtürzt, daß Blut iſt aufgegangen. Ich wußte immer, was ich that, und ſo Erſchreckt und überraſcht mich kein Erfolg. Habt Ihr ſonſt einen Auftrag mir zu geben? Denn ſtehnden Fußes reiſ' ich ab nach Wien, Mein blutend Schwert vor meines Kaiſers Thron Zu legen und den Beifall mir zu holen, Den der geſchwinde, pünktliche Gehorſam

Von dem gerechten Richter fordern darf. (Geht ab.)

Zwölfter Auftritt.

Vorige ohne Buttler. Gräſin Terzhy tritt auf, bleich und entſtellt. Ihre Sprache iſt ſchwach und langſam, ohne Leidenſchaft.

Octavio(ihr entgegen). O, Graͤfin Terzky, mußt' es dahin kommen? Das ſind die Folgen unglückſel'ger Thaten. Gräfin. Es ſind die Früchte Ihres Thuns Der Herzog