Teil eines Werkes 
4. Band (1838)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

398

Macdonald. Befehlt Ihr, daß man die Kanzlei ZButtler(auf Octavio zeigend). Hier ſteht er, Der jetzt allein Befehle hat zu geben. (Deveroux und Macdonald treten ehrerbietig zurück; Alles verliert ſich

ſtill, daß nur allein Buttler, Octavio und Gordon auf der Scene bleiben.)

Octavio q(zu Buttlern gewendet).

War Das die Meinung, Buttler, als wir ſchieden? Gott der Gerechtigkeit! Ich hebe meine Hand auf! Ich bin an dieſer ungeheuren That Nicht ſchuldig.

Buttler.

Eure Hand iſt rein. Ihr habt

Die meinige dazu gebraucht.

Octavio.

Ruchloſer! So mußteſt du des Herrn Befehl mißbrauchen Und blutig grauenvollen Meuchelmord Auf deines Kaiſers heil'gen Namen wälzen? Buttler(Gelaſſen).

Ich hab' des Kaiſers Urthel nur vollſtreckt.

Octavio. O Fluch der Könige, der ihren Worten Das fürchterliche Leben gibt, dem ſchnell Vergänglichen Gedanken gleich die That, Die feſt unwiderrufliche, ankettet! Mußt' es ſo raſch gehorcht ſeyn? Konnteſt du Dem Gnaͤdigen nicht Zeit zur Gnade gönnen? Des Menſchen Engel iſt die Zeit die raſche