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In vollem Roſſeslauf daher geſprengt,
Die Pappenheimer den Verhack; ſchnell war Der Graben auch, der ſich ums Lager zog, Von dieſen ſtuͤrm'ſchen Schaaren überflogen.
Doch unbeſonnen hatte ſie der Muth
Vorausgeführt den Andern: weit dahinten War noch das Fußvolk; nur die Pappenheimer waren Dem kühnen Führer kühn gefolgt.— (Thekla macht eine Bewegung. Der Hauptmann hält einen Augenblick inne bis ſie ihm einen Wink gibt, fortzufahren.)
Von Vorn und von den Flanken faßten wir Sie jetzo mit der ganzen Reiterei Und drangten ſie zurück zum Graben, wo Das Fußvolk, ſchnell geordnet, einen Rechen Von Piken ihnen ſtarr entgegenſtreckte. Nicht vorwärts konnten ſie, auch nicht zurück, Gekeilt in drangvoll fürchterliche Enge. Da rief der Rheingraf ihrem Führer zu, In guter Schlacht ſich ehrlich zu ergeben; Doch Oberſt Piccolomini— (Thekla, ſchwindelnd, faßt einen Seſſel.) Ihn machte Der Helmbuſch kenntlich und das lange Haar, Vom raſchen Ritte war's ihm losgegangen— Zum Graben winkt er, ſprengt, der Erſte, ſelbſt Sein edles Roß darüber weg, ihm ſtürzt Das Regiment nach— doch— ſchon war's geſchehn! Sein Pferd, von einer Partiſan' durchſtoßen, bäumt Sich wüthend, ſchleudert weit den Reiter ab, Und hoch weg über ihn geht die Gewalt Der Roſſe, keinem Zügel mehr gehorchend. Schillers ſämmtl. Werke. IV. 23


