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Zehnter Auftritt. Thekla. Der ſchwediſche Hauptmann. Fräulein Neubrunn. Hauptmann(naht ſich ehrerbietig). Prinzeſſin— ich— muß um Verzeihung bitten, Mein unbeſonnen raſches Wort— Wie konnt' ich— Thekla(mit edelm Anſtand). Sie haben mich in meinem Schmerz geſehn: Ein unglücksvoller Zufall machte Sie Aus einem Fremdling ſchnell mir zum Vertrauten. Hauptmann. Ich fuͤrchte, daß Sie meinen Anblick haſſen: Denn meine Zunge ſprach ein traurig Wort. Thekla. Die Schuld iſt mein. Ich ſelbſt entriß es Ihnen; Sie waren nur die Stimme meines Schickſals.
Mein Schrecken unterbrach den angefangnen
Bericht. Ich bitte drum, daß Sie ihn enden.
Hauptmann(bedenklich). Prinzeſſin, es wird Ihren Schmerz erneuern. Thekla.
Ich bin darauf gefaßt—— Ich will gefaßt ſeyn.
Wie fing das Treffen an? Vollenden Sie. Hauptmann.
Wir ſtanden, keines Ueberfalls gewartig,
Bei Neuſtadt ſchwach verſchanzt in unſerm Lager,
Als gegen Abend eine Wolke Staubes Aufſtieg vom Wald her, unſer Vortrab fliehend Ins Lager ſtuͤrzte, rief: der Feind ſey da.
Wir hatten eben nur noch Zeit, uns ſchnell
Aufs Pferd zu werfen, da durchbrachen ſchon,


