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Menelaus.
Mein Bruder! Laß mich deine Hand ergreifen! Agamemnon.
Da haſt du ſie. Du biſt der Hochbeglückte,
Ich der Geſchlagene.
Menelaus.
Bei Pelops, deinem Und meinem Ahnherrn, Bruder, und bei deinem Und meinem Vater Atreus ſey's geſchworen! Ich rede wahr und ohne Winkelzug Mit dir, gerad' und offen, wie ich's meine. Wie dir die Augen ſo von Thraͤnen floſſen, Da, Bruder— ſieh', ich will dir's nur geſtehn— Da ward mein innres Mark bewegt, da konnt' ich Mich ſelbſt der Thränen länger nicht erwehren. Ich nehme, was ich vorhin ſprach, zurück. Ich will nicht grauſam an dir handeln. Nein, Ich denke nunmehr ganz wie du. Ermorde Die Tochter nicht, ich ſelber rath' es dir. Mein Glück geh' deinem Glück nicht vor. Waͤr's billig, Daß mir's nach Wunſche ginge, wenn du leideſt? Daß deine Kinder ſtärben, wenn die meinen Des Lichts ſich freun? Um was iſt mir's denn auch Zu thun? Laß ſehn! Um eine Ehgenoſſin? Und find' ich die nicht aller Orten, wie's Mein Herz gelüſtet? Einen Bruder ſoll ich Verlieren, um Heleuen heimzuholen? Das hieße Gutes ja für Boͤſes tauſchen! Ein Thor, ein heißer Junglingskopf war ich Vorhin; jetzt, da ich's reifer uͤberdenke,


