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Nicht einmal weinen darf ich. Sel'ges Los Der Niedrigkeit, die ſich des ſüßen Rechtes Der Thranen freuet und der lauten Klage! Ach, Das wird unſer Einem nie! Uns hat Das Volk zu ſeinen Sklaven groß gemacht. Es iſt unköniglich, zu weinen— ach,
Und hier nicht weinen, iſt unväterlich!
Wie vor die Mutter treten? Was ihr ſagen? Wie ihr ins Auge ſehen?— Mußte ſie, Mein Elend zu vollenden, ungeladen Die Tochter hergeleiten?— Doch wer nimmt's Der Mutter, das geliebte Kind der ſüßen Vermählung zuzuführen?— Nur zu ſehr, Treuloſer! hat ſie dir gedient, da ſie, Was ſie auf Erden Theures hat, dir liefert!
Und ſie, die unglückſel'ge Jungfrau— Jungfrau? Ach nein, nein! bald wird Hades ſie umfangen. Erbarmungswürdige! Da liegt ſie mir Zu Füßen—„Vater! morden willſt du mich? Iſt das die Hochzeit, die du mir bereitet? So gebe Zeus, daß du und Alles, was Du Theures haſt, nie eine beſſ're feire!“, Oreſt, der Knabe, ſteht dabei und jammert Unſchuldig mit, unwiſſend, was er weinet, Ach, von dem Vater nur zu gut verſtanden! O Paris! Paris! Paris! welchen Jammer Hat deine Hochzeit auf mein Haupt geladen!
Chor.
Es jammert mich der unglücksvolle Fürſt. So ſehr ich Fremdling bin, ſein Leiden geht mir nahe.


