Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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wortet, iſt dein eigenes Echo aus einer Todtengruft, und ſchreck⸗ lich allein bleibſt du ſtehen.

Angelica. Ich hoffe, es gibt noch Menſchen, mein Vater, die von denen

v. Hutten(aufmerkſam). Du hoffeſt es? Hoffeſt? (Er ſteht auf. Nachdem er einige Schritte auf und nieder gegangen.) Ja, meine Tochter das erinnert mich, warum ich dich jetzt habe rufen laſſen. Indem er vor ihr ſtehen bleibt und ſie forſchend betrachtet.) Du biſt ſchneller geweſen, als ich, meine Tochter Ich verwundere mich ich erſchrecke uͤber meine ſorgloſe Sicher⸗ heit So nahe war ich der Gefahr, die ganze Arbeit meines Lebens zu verlieren!

Angelica. Mein Vater! Ich verſtehe nicht, was Sie meinen.

v. Hutten. Das Geſpraͤch kommt nicht zu fruͤhe Du biſt neunzehn Jahre alt, du kannſt Rechenſchaft von mir for⸗ dern. Ich habe dich herausgeriſſen aus der Welt, der du an⸗ gehoͤrſt, ich habe in dieſes ſtille Thal dich gefluͤchtet. Dir ſelbſt ein Geheimniß, wuchſeſt du hier auf. Du weißt nicht, welche Beſtimmung dich erwartet. Es iſt Zeit, daß du dich kennen lerneſt. Du mußt Licht uͤber dich haben.

Angelica. Sie machen mich unruhig, mein Vater

v. Hutten. Deine Beſtimmung iſt nicht, in dieſem ſtillen Thal zu verbluͤhen Du wirſt mich hier begraben, und dann gehoͤrſt du der Welt an, fuͤr die ich dich ſchmuͤckte.

Angelien. Mein Vater, in die Welt wollen Sie mich ſtoßen, wo Sie ſo ungluͤcklich waren?

v. Hutten. Gluͤcklicher wirſt du ſie betreten.(Nach einem Stillſchweigen.) Auch wenn es anders waͤre, meine Tochter Deine Jugend iſt ihr ſchuldig, was mein fruͤhzeitiges Alter ihr nicht mehr entrichten kann. Meiner Fuͤhrung bedarfſt du nicht