Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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as Wandeln der Gottheit; deine verdienſtloſe Trefflichkeit traͤgt meinen forſchenden Geiſt hinauf zu dem hoͤchſten Verſtande; aus deinem ruhigen Spiegel ſtrahlt mir ſein goͤttliches Bild. Der Menſch wuͤhlt mir Wolken in den ſilberklaren Strom wo der Menſch wandelt, verſchwindet mir der Schoͤpfer.

(Er will aufſiehen. Angelica ſieht vor ihm.)

Achte Sceene. v. Hutten. Angelira.

Angeliea(tritt ſchuͤchtern zuruck). Es war Ihr Befehl, mein Vater Aber wenn ich Ihre Einſamkeit ſtoͤre

v. Hutten(der ſie eine Zeitlang ſtillſchweigend mit den Augen mißt, mit ſanftem Vorwurf. Du haſt nicht gut an mir gehandelt, Angelica.

Angeliea(betroffen). Mein Vater

v. Hutten. Du wußteſt um dieſen Ueberfall Geſteh' es Du ſelbſt haſt ihn veranlaßt.

Angelica. Ich darf nicht Nein ſagen, mein Vater.

v. Hutten. Sie ſind traurig von mir gegangen. Keiner hat mich verſtanden. Sieh, du haſt nicht gut gehandelt.

Angelica. Meine Abſichten verdienen Verzeihung.

v. Hutten. Du haſt um dieſe Menſchen geweint. Laͤugne es nur nicht. Dein Herz ſchlaͤgt fuͤr ſie. Ich durchſchaue dich. Du mißbilligſt meinen Kummer.

Angeliea. Ich verehre ihn, aber mit Thraͤnen.

v. Hutten. Dieſe Thraͤnen ſind verdaͤchtig Angelica Du wankſt zwiſchen der Welt und deinem Vater Du mußt Partei nehmen, meine Tochter, wo keine Vereinigung zu hoffen iſt Einem von beiden mußt du ganz entſagen oder ganz ge⸗

hoͤren Sey aufrichtig. Du mißbilligſt meinen Kummer?