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Dich zu begluͤcken iſt der Kranz, um den alle Weſen buhlen, wornach alle Schoͤnheit ringt— deine wilde Begierde ſtrebt dieſem guͤtigen Willen entgegen, gewaltſam verkehrſt du die wohlthaͤtigen Zwecke der Natur— Fuͤlle des Lebens hat die freundliche um dich her gebreitet, und Tod noͤthigſt du ihr ab. Dein Haß ſchaͤrfte das friedliche Eiſen zum Schwerte; mit Verbrechen und Fluͤchen belaſtet deine Habſucht das ſchuldloſe Gold, an deiner unmaͤßigen Lippe wird das Leben des Weinſtocks zum Gifte. Unwillig dient das Vollkommene deinen Laſtern, aber deine Laſter ſtecken es nicht an. Rein bewahrt ſich das mißbrauchte Werkzeug in deinem unreinen Dienſte. Seine Beſtimmung kannſt du ihm rauben, aber nie den Gehorſam, womit es ihr dienet. Sey menſchlich oder ſey Barbar— mit gleich kunſtreichem Schlage wird das folgſame Herz deinen Haß und deine Sanftmuth begleiten.
Lehre mich deine Genuͤgſamkeit, deinen ruhigen Gleichmuth, Natur— Treu, wie du, habe ich an der Schoͤnheit gehangen, von dir laſſ' mich lernen die verfehlte Luſt des Begluͤckens ver⸗ ſchmerzen. Aber damit ich den zarten Willen bewahre, damit ich den freudigen Muth nicht verliere— laſſ' mich deine gluͤck⸗ liche Blindheit mit dir theilen. Verbirg mir in deinem ſtillen Frieden die Welt, die mein Wirken empfaͤngt. Wuͤrde der Mond ſeine ſtrahlende Scheibe fuͤllen, wenn er den Moͤrder ſaͤhe, deſſen Pfad ſie beleuchten ſoll? Zu dir fluͤchte ich dieſes liebende Herz— Tritt zwiſchen meine Menſchlichkeit und den Menſchen.— Hier, wo mir ſeine rauhe Hand nicht begegnet, wo die feindſelige Wahrheit meinen entzuͤckenden Traum nicht verſcheucht, abgeſchieden von dem Geſchlechte, laſſ' mich die heilige Pflicht meines Daſeyns in die Hand meiner großen Mutter, an die ewige Schoͤnheit entrichten.(Sich umſchauend.) Ruhige Pflanzenwelt, in deiner kunſtreichen Stille vernehme ich
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