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v. Hutten mit Feſtiskeit). Und er war alſo kein Betruͤger! — Menſch, warum haſt du mir Luͤgen berichtet?
Abel. Gnaͤdiger Herr, man muß immer das Schlimmſte von ſeinem Naͤchſten denken.
v. Hutten(nach einem duͤſtern Stillſchweigen). Er ſoll aber ein Betruͤger ſeyn, und die Quittungen ſoll man ihm zahlen.
Abel. Das war mein Gedanke auch, Ihr Gnaden. Steck⸗ briefe waren einmal ausgefertigt, und das Nachſetzen hat mir gewaltiges Geld gekoſtet. Es iſt verdrießlich, daß dieß Alles nun ſo weggeworfen iſt. 1
v. Hutten(ſieht ihn lange verwundernd an). Theurer Mann!
in wahres Kleinod biſt du mir— wir duͤrfen nie von einander.
Abel. Das wolle Gott nicht— und wenn mir gewiſſe Leute auch noch ſo große Verſprechungen—
v. Hutten Gewiſſe Leute! Was?
Abel. Ja, Ihr Gnaden. Ich weiß auch nicht, warum ich laͤnger damit hinter dem Berge halte. Der alte Graf—
v. Hutten. Regt ſich der auch wieder? Nun?
Abel. Zweihundert Piſtolen ließ er mir bieten und dop⸗ pelten Gehalt auf Zeitlebens, wenn ich ihm ſeine Enkelin, Fraͤu⸗ lein Angelica, ausliefern wollte.
v. Hutten(ſteht ſchnell auf und macht einen Gang durch das Zimmer. Nachdem er ſich wieder geſetzt hat, zum Verwalter). Und dieſes Gebot hat er ausgeſchlagen?
Abel. Bei meiner armen Seele, ja! Das hab' ich.
v. Hutten. Zweihundert Piſtolen, Menſch, und doppelten Gehalt auf Zeitlebens!— Wo denkt er hin? hat er das wohl erwogen?
Abel. Reiflich erwogen, Ihr Gnaden, und rundweg aus⸗ geſchlagen. Schelmerei gedeiht nicht, bei Euer Gnaden will
; Lobe 4 ſtorß ich leben und ſterben.


