v. Hutten(talt und fremd). Wir taugen nicht fuͤr ander.— (Man hoͤrt von ferne eine muntere laͤndliche Muſik mit vielen Menſchenſtimmen untermiſcht. Sie kommt dem Schloſſe immer naͤher.)
Ich hoͤre da Toͤne, die mir zuwider ſind. Folg' er mir in ein andres Zimmer.
Abel eiſt auf den Altan getreten und kommt eine Weile darauf wieder). Das ganze Staͤdtchen, Ihr Gnaden, kommt angezogen im Sonntagsſchmuck und mit klingendem Spiel, und haͤlt unten vor dem Schloß. Der gnaͤdige Herr, rufen ſie, moͤchten doch auf den Altan treten und ſich Ihren getreuen Unterthanen zeigen.
v. Hutten. Was wollen ſie von mir? Was haben ſie anzubringen?
Abel. Euer Gnaden vergeſſe—.
v. Hutten. Was?
Abel. Sie kommen dießmal nicht ſo leicht los, wie im vorigen Jahre—
v. Hutten(ſteht ſchnell auf). Weg! weg! Ich will nichts weiter hoͤren.
Abel. Das hab' ich ſchon geſagt, Ihr Gnaden— aber ſie kaͤmen aus der Kirche, hieß es, und Gott im Himmel habe ſie gehoͤrt.
v. Hutten. Er hoͤrt auch das Bellen des Hundes und den falſchen Schwur in der Kehle des Heuchlers, und muß wiſſen, warum er Beides gewollt hat—(Indem das Volk hereindringt.) O Himmel! Wer hat mir das gethan?(Er will in ein Cabinet weichen, Viele halten ihn zuruͤck und faſſen den Saum ſeines Kleides.)


