Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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Abel(urchſireicht mit Kopfſchuͤtteln die Rechnung. Ich muß mir's gefallen laſſen blieben alſo noch zu berechnen die Intereſſen von ſechsthalb Jahren 8

v. Hutten. Intereſſen! Menſch?

Abel. Hilft nichts, Ihr Gnaden. Ordnung muß ſeyn in den Rechnungen eines Verwalters.

(Will weiter leſen.)

v. Hutten. Den Reſt ein andermal. Jetzt ruf' er den Jaͤger, ich will meine Doggen fuͤttern.

Abel. Der Pachter vom Holzhof haͤtte Luſt zu dem Po⸗ lacken, mit dem Euer Gnaden nenlich verungluͤckten. Man ſoll ihm die Maͤhre hingeben, meint der Reitknecht, ehe ein zweites Unheil geſchehe.

v. Hutten. Soll das edle Thier Harum vor dem Pfluge altern, weil es in zehn Jahren einmal ffalſch gegen mich war? So hab' ich es mit Keinem gehalten, der mir mit Undank lohnte. Ich werde es nie mehr reiten.

AXbel(nimmt das Rechnungsbuch und will gehen).

v. Hutten. Es fehlten ja neulich wichtige Empfangſcheine in der Caſſe, ſagt' er mir, und der Rentmeiſter ſey ausge⸗ blieben?

Abel. Ja, das war vorigen Donnerſtag.

v. Hutten(ſieht au. Das freut mich, freut mich daß er doch endlich noch zum Schelm geworden iſt, dieſer Rent⸗ meiſter. Er hat mir eilf Jahre ohne Tadel gedient Setz er das nieder, Abel. Erzaͤhl er mir mehr davon.

Abel. Schade um den Mann, Ihr Gnaden! Er hatte einen ungluͤcklichen Sturz mit dem Pferde gethan und iſt heute Morgen mit einem gebrochenen Arm hereingebracht wor⸗ den. Die Qnittungen fanden ſich unter andern Papieren.

Die Quiter