Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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Nein, bei Gort! nein!— aber meine Seele entbrennt uͤber den Undank! karen, der ſich die Augen muthwillig zudruͤckt und dem Geber des Lichts flucht— Was kann er gelitten haben, das ihm durch den Beſitz dieſer Tochter nicht unendlich erſtattet wird? Darf er einem Geſchlechte fluchen, das er taͤglich, ſtuͤndlich in dieſem Spiegel ſieht? Menſchenhaſſer, Menſchen⸗ feind! Er iſt keiner. Ich will es beſchwoͤren, er iſt keiner. Glauben Sie mir, Fraͤulein von Hutten, es gibt keinen Men⸗ ſchenhaſſer in der Natur, als wer ſich allein anbetet oder ſich ſelbſt verachtet.

Angelica Gehen Sie, Roſenberg! Ich beſchwöre Sie, gehen Sie! In dieſer Stimmung duͤrfen Sie ſich meinem Vater nicht zeigen. 4

Roſenberg. Recht gut, daß Sie mich erinnern, Angelica. — Wir haben hier ein Geſpraͤch angefangen, wobei ich immer verſucht bin, allzu lebhaft Partei zu nehmen— Verzeihen Sie, mein Fraͤulein!— Auch moͤcht' ich nicht gern Gefahr laufen, vorſchnell zu ſeyn, und ſoll doch erſt heute mit dem Vater meiner Angelica bekannt werden.— Von etwas Anderm denn!— Dieſes Geſicht wird ſo ernſthaft, und die Wangen

der Tochter muß ich erſt heiter ſehen, wenn ich Muth haben

ſoll, bei dem Vater fuͤr meine Liebe zu kaͤmpfen.— Das ganze Staͤdtchen war ja geſchmuͤckt ſwir an einem Feſttag, als ich vorbeikam. Wozu dieſe Anſtalt

Angeliea. Meinen Vater zu ſeinem Geburtstage zu begruͤßen.

Schillers ſaͤmmtl. W

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—-——ʒꝛõ;—