Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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Vierte Seene.

Julchen, in Angelica's Dienſten, zu den Vorigen.

Zulchen. Der Herr hat geſchickt, gnaͤdiges Fraͤulein. Er will Sie vor Mittag noch ſprechen.— Sie auch da, Herr von Roſenberg! Sie will er auch ſprechen.

Angeliea. Uns beide! Beide zuſammen— Roſenberg — Uns beide! Was bedeutet das?

Zulchen. Zuſammen? Nein, davon weiß ich nichts.

Roſenberg(im Begriff weszugehen, zu Angelica). Ich laſſe Sie vorangehen, gnaͤdiges Fraͤnlein. Sanfter werd' ich ihn aus

Ihren Haͤnden empfangen.

Angeliea(äͤngſilich). Sie verlaſſen mich, Roſenberg— Wohin?— Ich muß Sie noch etwas Wichtiges fragen.

Rsſenberg(führt ſie bei Seite. Wilhelmine und Julchen ver⸗ lieren ſich im Hintergrunde).

Zulchen. Kommen Sie mit, gnaͤdiges Fraͤulein, den feſtlichen Aufzug zu ſehen.

Angeliea. Das iſt ein banger, fuͤrchterlicher Morgen fuͤr uns, Roſenberg— Es gilt Trennung, ewige Trennung! Sind Sie auch vorbereitet— gefaßt auf Alles, was geſchehen kann?— Wozu ſind Sie entſchloſſen, wenn Sie meinem Vater mißfallen?

Roſeuberg. Ich bin entſchloſſen, ihm nicht zu mißfallen.

Angeliea. Jetzt nicht dieſen leichten Sinn, wenn ich Ihnen jemals theuer war, Roſenberg— Es ſteht nicht bei Ihnen, wie die Wuͤrfel fallen— Wir muſſen das Schlimmſte erwarten, wie das Erfreulichſte. Ich darf Sie nicht mehr ſehen, wenn Sie unfrenndlich von einander ſcheiden— was haben Sie be⸗ ſchloſſen zu thun, wenn er Ihnen Achtung verweigert?