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Angelica(ſcch unruhig umſehend). Es wird ſehr ſpaͤt. Er hat ſonſt nie ſo lange auf ſich warten laſſen— Roſenberg.
Wilhelmine. Er wird nicht ausbleiben. Wie aͤngſtlich wieder und ungeduldig!
Angelica. Und dießmal nicht ohne Grund, liebe Tante — Wenn es fehlſchlagen ſollte! Ich habe dieſen Tag mit Herzensangſt herannahen ſehen.
Wilhelmine. Erwarte nicht zu viel von dieſem einzigen Tage!
Angelica. Wenn er ihm mißfiele?— Wenn ſich ihre Charaktere zuruͤckſtießen?— Wie kann ich hoffen, daß er mit ihm die erſte Ausnahme machen werde?— Wenn ſich ihre Charaktere zuruͤckſtießen?— Meines Vaters kraͤnkende Bitter⸗ keit und Roſenbergs leicht zu reizender Stolz! Jenes Truͤbſinn und Roſenbergs heitre muthwillige Freude!— Ungluͤcklicher konnte die Natur nicht ſpielen.— Und wer iſt mir Buͤrge, daß er ihm einen zweiten Beſuch nicht eben darum ver⸗ weigert, weil er ſchon bei dem erſten Gefahr lief, ihn hoch⸗ zuſchaͤtzen?
Wilhelmine. Leicht moͤglich, meine Liebe— Doch von allem dem ſagte dir noch geſtern dein Herz nichts.
Angelica. Geſtern! So lang' ich nur ihn ſah, nur ihn fuͤhlte, nichts wußte, als ihn! Da ſprach noch das leicht⸗ ſinnige, liebende Maͤdchen. Jetzt ergreift mich das Bild mei⸗ nes Vaters, und alle meine Hoffnungen verſchwinden. O warum konnte denn dieſer liebliche Traum nicht fortdauern? Warum mußte die ganze Freude meines Lebens einem einzigen ſchrecklichen Wurf uͤberlaſſen werden?
wilhelmine. Deine Furcht macht dich Alles vergeſſen, Angelica. Von dem Tage an, da dir Roſenberg ſeine Liebe


