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Louiſe! dein Beiſpiel belehrt mich— du ſollſt meine Lehrerin ſeyn. Thoren ſind's, die von ewiger Liebe ſchwatzen. Ewiges Einerlei widerſteht, Veraͤnderung iſt nur das Salz des Ver⸗ gnuͤgens.— Topp, Louiſe! Ich bin dabei— Wir huͤpfen von Roman zu Roman, waͤlzen uns von Schlamm zu Schlamme. — Du dahin— ich dorthin— vielleicht, daß meine verlorne Ruhe ſich in einem Bordell wieder finden laͤßt— Vielleicht, daß wir dann nach dem luſtigen Wettlauf, zwei moderne Ge⸗ rippe, mit der angenehmſten Ueberraſchung von der Welt zum Zweitenmal auf einander ſtoßen, daß wir uns da an dem gemein⸗ ſchaftlichen Familienzug, den kein Kind dieſer Mutter verlaͤngnet, wie in Komoͤdien, wieder erkennen, daß Ekel und Scham noch eine Harmonie veranſtalten, die der zaͤrtlichſten Liebe unmoͤglich geweſen iſt.
Louiſe. O Juͤngling! Juͤngling! Ungluͤcklich biſt du ſchon; wilſſt du es auch noch verdienen?
Ferdinand cergrimmt durch die Zaͤhne murmelnd). Ungluͤcklich bin ich? Wer hat dir das geſagt? Weid, du biſt zu ſchlecht, um ſelbſt zu empfinden— womit kannſt du eines Andern Empfindungen waͤgen?— Ungluͤcklich, ſagte ſie?— Hal dieſes Wort koͤnnte meine Wuth aus dem Grabe rufen!— Ungluͤck⸗ lich mußt' ich werden, das wußte ſie. Tod und Verdammniß! das wußte ſie, und hat mich dennoch verrathen.— Siehe, Schlange! das war der einzige Fleck der Vergebung.— Deine Ausſage bricht dir den Hals— Bis jetzt konnt' ich deinen Frevel mit deiner Einfalt beſchonigen, in meiner Verachtung waͤrſt du beinahe meiner Rache entſprungen.(Indem er haſtig das Glas ergreift.) Alſo leichtſinnig warſt du nicht— dumm warſt du nicht— du warſt nur ein Teufel.(Er trinkt.) Die Limo⸗ nade iſt matt wie deine Seele— Verſuche!


