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beſten deiner Soͤhne ſo hinzugeben dem Elend— der rings⸗ umgebenden Schande— laſſ' mich, Amalia! ich will ihm zu Fuͤßen fallen, auf den Knieen will ich ihn beſchwoͤren, den aus⸗ geſprochenen Fluch auf mich, auf mich zu laden— mich zu enterben— mich— mein Blut— mein Leben— Alles—
Amalia(faͤllt ihm um den Hals). Bruder meines Karls! beſter, liebſter Franz! 3
Franz. O Amalia! wie lieb' ich dich um dieſer uner⸗ ſchuͤtterlichen Treue gegen meinen Bruder= Verzeih', daß ich es wagte, deine Liebe auf dieſe harte Probe zu ſetzen!— Wie ſchoͤn haſt du meine Wuͤnſche gerechtfertigt!— Mit dieſen Thraͤnen, dieſen Seufzern, dieſem himmliſchen Unwil⸗ len— auch fuͤr mich, fuͤr mich unſere Seelen ſtimmten ſo zuſammen.
Amalia. O nein, das thaten ſie nie!
Franz. Ach, ſie ſtimmten ſo harmoniſch zuſammen, ich meinte immer, wir muͤßten Zwillinge ſeyn! und waͤre der lei⸗ dige Unterſchied von außen nicht, wobei leider freilich Karl verlieren muß, wir wuͤrden zehnmal verwechſelt. Du biſt, ſagt' ich oft zu mir ſelbſt, ja, du biſt der ganze Karl, ſein Echo, ſein Ebenbild!
Amalia(ſchüttelt den Kopf Nein, nein, bei jenem keu⸗ ſchen Lichte des Himmels! kein Aederchen von ihm, kein Fuͤnk⸗ chen von ſeinem Gefuͤhle—
Franz. So ganz gleich in unſern Neigungen— die Roſe war ſeine liebſte Blume— welche Blume war mir uͤber die Roſe? Er liebte die Muſik unausſprechlich, und ihr ſeyd Zeu⸗ gen, ihr Sterne! ihr habt mich ſo oft in der Todtenſtille der Nacht beim Claviere belauſcht, wenn Alles um mich begraben lag in Schatten und Schlummer— und wie kannſt du noch zweifeln, Amalia, wenn unſere Liebe in einer Vol lkommen⸗
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