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Franz. Du ſchwaͤrmſt, meine Liebe, du biſt zu bedauern.
Amalia. O ich bitte dich— bedauerſt du deinen Bruder? — Nein, Unmenſch, du haſſeſt ihn! du haſſeſt mich doch auch?
Franz. Ich liebe dich, wie mich ſelbſt, Amalia!
Amalia. Wenn du mich liebſt, kannſt du mir wohl eine Bitte abſchlagen?
Franz. Keine, keine! wenn ſie nicht mehr iſt, als mein
Leben. Amalia. O, wenn das iſt! Eine Bitte, die du ſo leicht, ſo gern erfuͤllen wirſt—(ſolz) Haſſe mich! Ich muͤßte feuer⸗ roth werden vor Scham, wenn ich an Karln denke, und mir eben einfiele, daß du mich nicht haſſeſt. Du verſprichſt mir's doch? Jetzt geh' und laſſ' mich, ich bin ſo gern allein!
Franz. Allerliebſte Traͤumerin! wie ſehr bewundere ich dein ſanftes, liebevolles Herz. Hier, hier herrſchte Karl wie ein Gott in ſeinem Tempel, Karl ſtand vor dir im Wachen, Karl regierte in deinen Traͤumen, die ganze Schoͤpfung ſchien dir nur in den Einzigen zu zerfließen, den Einzigen widerzu⸗ ſtrahlen, den Einzigen dir entgegen zu toͤnen.
Amalia(bewegt). Ja wahrhaftig, ich geſteh' es. Euch Barbaren zum Trotz will ich's vor aller Welt geſtehen— ich liebe ihn!
Franz. Unmenſchlich, grauſam! Dieſe Liebe ſo zu beloh⸗ nen! Die zu vergeſſen—
Amalia(auffahrend). Was, mich vergeſſen?
Franz. Hatteſt du ihm nicht einen Ring an den Finger geſteckt? einen Diamantring, zum Unterpfand deiner Treue?— Freilich nun, wie kann auch ein Juͤngling den Reizen einer Metze Widerſtand thun? Wer wird's ihm auch verdenken, da ihm ſonſt nichts mehr uͤbrig war wegzugeben,— und bezahlte ſie
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