Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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Kiſſen von Flaum, oder im rauhen Gewuͤhle des Gefechtes, oder auf offenem Galgen und Rad! Eins davon iſt unſer Schickſal! (Sie gehen ab.) Spiegelberg(ihnen nachſehend, nach einer Pauſe). Dein Re⸗ giſter hat ein Loch. Du haſt das Gift weggelaſſen.(Ab.)

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Dritte Seene.

Im Mooriſchen Schloß. Amaliens Zimmer. Franz. Amalia.

Franz. Du ſiehſt weg, Amalia? Verdien' ich weniger als der, den der Vater verflucht hat?

Amalia. Weg!— Ha des liebevollen, barmherzigen Va⸗ ters, der ſeinen Sohn Woͤlfen und Ungeheuern preisgibt! Daheim labt er ſich mit ſuͤßem koͤſtlichem Wein und pflegt ſeiner morſchen Glieder in Kiſſen von Eider, waͤhrend ſein großer, herrlicher Sohn darbt— Schaͤmt euch, ihr Unmenſchen! ſchaͤmt euch, ihr Drachenſeelen, ihr Schande der Menſchheit!— ſeinen einzigen Sohn!

Franz. Ich daͤchte, er haͤtt' ihrer zwei.

Amalia. Ja, er verdient ſolche Soͤhne zu haben, wie

du biſt. Auf ſeinem Todbette wird er umſonſt die welken Faͤnde ausſtrecken nach ſeinem Karl, und ſchaudernd zuruͤck⸗ fahren, wenn er die eiskalte Hand ſeines Franzens faßt— O, es iſt ſuß, es iſt köſtlich ſuͤß, von deinem Vater verflucht zu werden! Sprich, Franz, liebe bruͤderliche Seele! was muß man thun, wenn man von ihm verflucht ſeyn will?