gSpiegelb erg(auſſpringend, vor ſich). Bis ich ihm hinhelfe. AMoor. Siehe, da fäͤllt's wie der Staar von meinen Augen! was fuͤr ein Thor ich war, daß ich ins Kaͤficht zuruͤck wollte!— Mein Geiſt durſtet nach Thaten, mein Athem nach Freiheit,— Moͤrder, Raͤuber!— Mit dieſem Wort war das Geſetz unter meine Fuͤße gerollt— Menſchen haben Menſchheit vor mir verborgen, da ich an Menſchheit appellirte, weg denn von mir, Sympathie und menſchliche Schonung!— Ich habe keinen Vater mehr, ich habe keine Liebe mehr, und Blut und Tod ſoll mich vergeſſen lehren, daß mir jemals etwas theuer war!— Kommt, kommt!— O, ich will mir eine fuͤrchterliche Zerſtreuung machen— es bleibt dabei, ich bin euer Hauptmann! und „Gluͤck zu“ dem Meiſter unter euch, der am wildeſten ſengt, am graͤßlichſten mordet, denn ich ſage euch, er ſoll koͤniglich belohnt werden— Tretet her um mich ein Jeder, und ſchwoͤrt mir Treue und Gehorſam zu bis in den Tod!— Schwoͤrt mir das bei dieſer maͤnnlichen Rechte! Alle(geben ihm die Gand). Gehorſam bis in den Tod!
Moor. Nun, und bei dieſer maͤnnlichen Rechte! ſchwoͤr⸗ ich euch hier, treu und ſtandhaft euer Hauptmann zu bleiben bis in den Tod! Den ſoll dieſer Arm gleich zur Leiche machen, der jemals zagt, oder zweifelt, oder zuruͤcktritt! Ein Gleiches widerfahre mir von Jedem unter euch, wenn ich meinen Schwur
verletze! Seyd ihr's zufrieden?(Spiegelberg laͤuft wuͤthend auf und nie der.)
Wir ſchwoͤren dir Treue und ₰
Alle amit auſgeworfenen Huͤten). Wir ſind's zufrieden.
Moor. Nun denn, ſo laßt uns gehen! Fuͤrchtet euch nicht vor Tod und Gefahr, denn uüber uns waltet ein unbeugſames Fatum! Jeden ereilet endlich ſein Tag, es ſey auf dem weichen


