Teil eines Werkes 
2. Band (1838)
Entstehung
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ſchwoͤren— und da iſt erſt noch die Frage, ob man euren Ge⸗ ſichtern traut— und dort unter der milzſuͤchtigen Laune eines gebieteriſchen Corporals das Fegfeuer zum voraus abverdienen 2 oder bei klingendem Spiel nach dem Tact der Trommel ſpazie⸗ ren gehen, oder im Gallioten⸗Pavadies das ganze Eiſen Maga⸗ zin Vulcans hinterherſchleifen? Seht, das habt ihr zu waͤhlen, da iſt es beiſammen, was ihr waͤhlen koͤnnt!

Noller. So unrecht hat der Spiegelberg eben nicht. Ich hab' auch meine Plane ſchon zuſammen gemacht, aber ſie treffen endlich auf eins. Wie waͤr's, dacht' ich, wenn ihr euch hin⸗ ſetztet, und ein Taſchenbuch, oder einen Almanach, oder ſo was Aehnliches zuſammenſudeltet, und um den lieben Groſchen recenſirtet, wie's wirklich Mode iſt?

Schufterle. Zum Henker! ihr rathet nah zu meinen Pro⸗ jecten. Ich dachte bei mir ſelbſt, wie, wenn du ein Pietiſt wuͤr⸗ deſt und woͤchentlich deine Erbauungsſtunden hielteſt?

Grimm. Getroffen! und wenn das nicht geht, ein Atheiſt! Wir koͤnnten die vier Evangeliſten aufs Maul ſchlagen, ließen unſer Buch durch den Schinder verbrennen, und ſo ging's reißend ab.

Razmann. Oder zoͤgen wir wider die Franzoſen zu Felde — ich kenne einen Doctor, der ſich ein Haus von purem Queck⸗ ſilber gebaut hat, wie das Epigramm auf der Hausthuͤr lautet.

Schweizer(ſteht auf und gibt Spiegelberg die Hand). Moriz, du biſt ein großer Mann!— oder es hat ein blindes Schwein eine Eichel gefunden.

Schwarz. Vortreffliche Plane! honnete Gewerbe! Wie doch die großen Geiſter ſympathifiren! Jetzt fehlte nur noch, daß wir Weiber und Kupplerinnen wuͤrden.

Spiegelberg. Poſſen! Poſſen! Und was hindert's, daß ihr nicht das Meiſte in Einer Perſon ſeyn koͤnnt? Mein Plan