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Schweizer! Muth! Roller, Grimm, Razmann, Schufterle! Muth!—.
Schweizer. Muth? Wenn's nur das iſt— Muth hab' ich genug, um barfuß mitten durch die Hoͤlle zu gehen.
Schufterle. Muth genug, mich unterm lichten Galgen mit dem leibhaftigen Teufel um einen armen Suͤnder zu balgen.
Spiegelberg. So gefaͤllt mir's! Wenn ihr Muth habt, tret' Einer auf und ſag': er habe noch etwas zu verlieren, und nicht Alles zu gewinnen!—
Schwarz. Wahrhaftig, da gaͤb's Manches zu verlieren, wenn ich das verlieren wollte, was ich noch zu gewinnen habe!
Razmann. Ja, zum Teufel! und Manches zu gewinnen, wenn ich das gewinnen wollte, was ich nicht verlieren kann.
Schufterle. Wenn ich das verlieren muͤßte, was ich auf Borgs auf dem Leibe trage, ſo haͤtt' ich allenfalls morgen nichts mehr zu verlieren.
Spiegelberg. Alſo denn!(Er ſtellt ſich mitten unter ſie mit beſchwoͤrendem Ton.) Wenn noch ein Tropfen deutſchen Helden⸗ blutes in euren Adern rinnt— kommt! Wir wollen uns in den boͤhmiſchen Waͤldern niederlaſſen, dort eine Raͤuberbande zuſammen ziehen und— Was gafft ihr mich an?— iſt euer bißchen Muth ſchon verdampft?
Roller. Du biſt wohl nicht der erſte Gauner, der uͤber den hohen Galgen weggeſehen hat— und doch— Was haͤtten wir ſonſt noch fuͤr eine Wahl uͤbrig?
Spiegelberg. Wahl? Was? Nichts habt ihr zu waͤhlen! Wollt ihr im Schuldthurme ſtecken und zuſammenſchnurren, bis man zum juͤngſten Tag poſaunt? wollt ihr euch mit der Schaufel und Haue um einen Biſſen trocken Brod abquaͤlen?
wollt ihr an der Leute Fenſter mit einem Baͤnkelſaͤnger⸗Lied ein mageres Almoſen erpreſſen? oder wollt ihr zum Kalbsfell 3
Schillers ſaͤmmtl. Werke. II.


